Mud Krotte

Aus TafelrundeBochum
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Der Tod ist keine Strafe. Er ist eine Erlösung.

Muds Leben ist ein Scherbenhaufen und Mud ist dazu verdammt, es zu leben. Er hasst es. Er wollte es beenden. Mehrfach. Aber sein Leben sollte nicht zu Ende sein.

Nelda Krotte war Bettlerin aus Ubilam, einer Hafenstadt in der alten Welt Ordon. Sie wurde wider Willen und durch Kontakte zu falschen Leuten zu einer Prostituierten. Göran, dem Besitzer des Bordells, in dem Nelda ihrer schlecht bezahlten Arbeit nachging, hatte sie mehrfach misshandelt und vergewaltigt. Durch Göran wurde Nelda schwanger und gebar in einer dreckigen Gasse ihren Sohn Mud.

Mud wuchs in ärmlichsten Verhältnissen und ohne Obdach auf. Was er zum Überleben brauchte, musste er erbetteln oder stehlen. Die Beziehung zu seiner Mutter war immer voller Fürsorge und Liebe und oft seine einzige Stütze. Dass Mud seine gesamte Jugend miterleben musste, wie sie unter Göran litt, machte ihm schwer zu schaffen. Er fühlte Ohnmacht, Wut, Hilflosigkeit, Mitleid. Da Göran zu großen Einfluss in seinen Kreisen hatte, sah Mud aus der Situation nur einen Ausweg:

Er suchte seinen Vater im Bordell auf und schlug ihn in seinem Zimmer bewusstlos. Er knebelte ihn und band ihn an einen Stuhl. Er übergoss erst die Vorhänge, dann die Papiere auf dem Schreibtisch und schließlich Göran selbst mit Lampenöl. Er wartete ruhig bis sein Vater zu Bewusstsein kam und ihn anschauen konnte und kippte ohne wegzuschauen einen großen Kerzenleuchter um. Göran stöhnte dumpf durch den Knebel als er anfing zu verbrennen. Mud schaute der Qual seines Vaters eine Minute zu, verschloss das Zimmer dann von außen und verließ schließlich das Bordell.

Er suchte unmittelbar seine Mutter auf und nickte ihr unter Tränen zu. "Es ist getan. Sie werden mich finden." Beide wussten, dass es ihre letzten Worte sein würden, ihr letzter gemeinsamer Augenblick. Hätte Mud nicht die tötliche, verfluchte Krankheit gehabt, wäre das die Stelle einer Umarmung gewesen...

Kurz darauf wurde Mud von der Stadtwache gefunden und verhaftet. Er gestand. Sein Leben war ohnehin kaputt. Was sollte noch geschehen?

Muds Erbstück ist ein ewig stumpfes Messer. Er hatte vieles über die großartigen Geschenke gehört, die ein jedes Kind zum 12. Geburtstag bekommen konnte. Für ihn gab es ein unschärfbares Messer.


Anmerkung des Spielleiters:

Mud ist leider obdachlos und hat mordige Karotten statt einer Tastatur. :P